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Beratung und Selbsthilfe

Das deutsche Gesundheitssystem besteht nicht ausschließlich aus Arztpraxen und Krankenhäusern, sondern wird auch durch niedrigschwellige Angebote wie Selbsthilfegruppen und Beratungsstellen gestützt.

Selbsthilfegruppen sind Zusammenschlüsse von Menschen, die vor denselben Herausforderungen stehen: Oft haben sie dieselben (gesundheitlichen) Probleme oder Einschränkungen und es gibt auch spezielle Selbsthilfegruppen für Angehörige von Betroffenen. In diesen Gruppen unterstützen sich Menschen gegenseitig und tauschen Erfahrungen aus: So werden Betroffene zu Fachleuten für die eigene Situation. Die Arbeit von Selbsthilfegruppen wird somit größtenteils von Laien geleistet, obwohl viele Selbsthilfegruppen zu bestimmten Themen auch Expert*innen zu ihren Gesprächen und Veranstaltungen einladen. Weitere Informationen zu Selbsthilfegruppen finden Sie auf der Webseite der Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe von Menschen mit Behinderung, chronischer Erkrankung und ihren Angehörigen (BAG SELBSTHILFE e.V.).

Im Gegensatz zur Selbsthilfe bieten in Beratungsstellen in der Regel Expert*innen Beratung und Unterstützung als Dienstleistung an. Sehr häufig ist diese Beratung für die Hilfesuchenden kostenlos und eine Beratungsstelle ist oft eine gute erste Anlaufstelle, um kurzfristig und niedrigschwellig Rat und Unterstützung zu erhalten.

Psychosoziale Beratungsangebote für Migrantinnen und Migranten

Hilfe bei der Verarbeitung von traumatisierenden Erlebnissen und anderen psychischen Problemen bieten zwei psychosoziale Beratungsangebote für Migrantinnen und Migranten in Greifswald und Schwerin.

Die psychosozialen Beratungsangebote finden Sie in unserer Karte.

Darüber hinaus können in psychosozialen Krisensituationen diverse weitere Einrichtungen oder Hilfen in Anspruch genommen werden. Hier kann der Psychiatriewegweiser Orientierung bieten und durch seine Suchfunktionen auf die zur Verfügung stehenden Hilfen im Umfeld oder im Land Mecklenburg-Vorpommern hinweisen:

Drogen- und Suchtberatung

Drogen, Alkohol, Nikotin, Medikamente, Glücksspiel, Essen, Internet und Konsum – viele Dinge können abhängig machen. Jede Sucht ist eine ernst zu nehmende Krankheit. Hilfesuchende und ihre Familien brauchen Hilfe. Sie sollten sich an eine Ärztin, an einen Arzt oder an eine Beratungsstelle wenden. Je schneller eine Sucht behandelt wird, desto besser sind die Chancen auf Heilung. Schnelle und anonyme

Hilfe bieten auch Selbsthilfegruppen. Eine Übersicht über aktuelle Angebote finden Sie auf der Webseite der Landeskoordinierungsstelle für Suchtthemen MV.

Beratung zur sexuellen Gesundheit

Sexuell übertragbare Infektionen sind ebenfalls sehr ernst zu nehmende Erkrankungen. Hilfesuchende und ihre Familien brauchen Hilfe. Sie sollten sich an eine Ärztin, an einen Arzt oder an eine Beratungsstelle wenden. Sexuell übertragbare Infektionskrankheiten sind mit Scham und Stigma verbunden. Nutzen Sie daher die Unterstützungsangebote der Beratungsstellen, die auch anonym angeboten werden.

Selbsthilfe

Durch Selbsthilfegruppen können Genesungs- und Therapieprozesse unterstützt werden. Es treffen sich Menschen mit ähnlichen Anliegen oder gesundheitlichen Problemen, um sich gegenseitig zu helfen, zu stabilisieren und zu stärken. Die Teilnahme an diesen Gruppen ist freiwillig.

Der Austausch und die Zusammenarbeit in Selbsthilfegruppen ist in vielen Ländern unbekannt. Auf der Webseite der Kontakt- Informations- und Beratungsstelle für Selbsthilfegruppen (KISS) Schwerin gibt es einen Film mit Untertiteln in mehreren Sprachen, der das Prinzip der Selbsthilfe erläutert. Die Kontaktdaten für eine Beratung finden Sie ebenfalls dort.

Breastcare App – Brustkrebsvorsorge

Die breastcare App ist eine App zum Thema Brustbewusstsein, um Frauen in ihrer jeweiligen Muttersprache über dieses wichtige Thema zu informieren. Sie ist in den App Stores von Apple und Google verfügbar.